Wahrhaftigkeit
Anmeldungsdatum: 15.01.2007 Beiträge: 27
|
Verfasst am: 24.03.2007, 12:16 Titel: Chroniken |
|
|
Vorwort:
Die Kommision zur Ordnung der Schriften, authorisiert durch die heilige Weisheit des Ordensmeisters und inspiriert durch die Eingebung des HERRN, fährt fort mit ihrem Projekt, die heiligen Schriften des Ursprungs zusammenzufassen, um ein klares, unverfälschtes und zusammenhängendes Bild der Geschichte der Amet Ows-Tius zu liefern.
Mögen diese Zeilen beitragen zum Pfad der Rechtschaffenheit.
In Ewigkeit,
Eod.
Band I: Die Anfänge - Überlieferungen
- aus: Der Pfad der Propheten
[Dieses Buch wurde vom ersten Propheten persönlich geschrieben, jedoch sind die ersten Seiten verschwunden, an ihrer Stelle wurde ein Vorwort eingefügt.]
Vorwort:
| Zitat: |
| Die Schatten der Vergangenheit verbergen vieles, jedoch nicht alles. Vieles wollen wir nicht vergessen, manches können wir nicht vergessen. |
- unbekannte Quelle
Die Schatten lichten sich. Wir wissen nicht, wie die Welt vor SnoW war, war sie ein Paradies? War sie eine Hölle? Wahrscheinlich war sie keins von beiden. Fest steht jedoch, dass es zu einem Krieg kam, dass nukleare Waffen zum Einsatz kamen, dass Millionen starben, dass Milliarden flohen. Dass die Weltwirtschaft zusammenbrach. Dass die Strahlung die Menschen krank machte und dass sich niemand ins Freie wagte, da ihm dort der Tod drohte.
[An dieser Stelle endet das Vorwort und der normale Text beginnt.]
Und als das Volk dieses Elend sah, da ward es verzweifelt und wusste keinen Ausweg. Doch nicht alle gaben sich der Verzweiflung hin, einige entwickelten Pläne um die Welt wiederherzustellen. Und alsbald trafen sich die Vertreter der alten Mächte und handelten ein Bündnis aus, aufdass Frieden herrsche und aufdass man sich gegenseitig helfe. Doch dieser Plan war nicht so überzeugend, wie der der SnoW.
Denn deren Anhänger sprachen zum Volk:
Was wollt ihr warten Jahre oder gar Jahrzehnte? Unser Plan ist der bessere, denn schon am nächsten Morgen werdet ihr eine Veränderung sehen. Und schon in einigen Monaten werdet ihr eure Welt wiedererkennen. In nicht einmal einem Jahr wird alles wieder so sein wie ihr es kennt.
Da sprach einer aus der Menge:
Doch wie soll das geschehen? Um welchen Preis?
Und doch lauschte das Volk seinen Worten nicht, denn es schwor dem Erleuchter der SnoW Gehorsam.
Und dieser sprach:
| Zitat: |
| So gehet hin und nehmet dies und seid zufrieden und tut, was getan werden muss. |
Und so gingen sie hin, namen die Gabe des Erleuchters und verkauften ihm somit ihre Seele und ihren freien Willen. Und sie standen auf und machten sich daran die Trümmer fortzuräumen, ungeachtet der Strahlung, die sie noch verseuchte. Und gar viele von ihnen starben einen qualvollen Tod. Und welche ihren Willen nicht verkauft hatten, nahmen sie, schleppten sie vor die Tore der Stadt und erschlugen sie.
Als die Vertreter also zurückkehrten und das Geschehene wahrnahmen, so fragten sie:
Was tut ihr hier? Wisst ihr nicht, dass derjenige des Todes ist der den Schutt abträgt vor dem Ende dieser Zeit?
Da sprach der Erleuchter:
Sehet, dies sind jene, die euer Leid verursacht haben und nun wollen sie euch hindern das Land aufzubauen, darum erschlagt sie, ebenso wie jene, die euch nicht unterstützt haben.
Und das Volk ging dahin und erschlug die Vertreter der alten Mächte. Und als diese davon erfuhren, so sprachen sie: Ob ihren großen Leid, verstehen wir ihr Handeln, auch wenn wir es nicht gutheißen, und so verschonen wir sie im Namen der Gnade.
Doch wie bitter sollten sie dies bereuen, denn viele zog es in das wiederaufgebaute, nun fast menschenleere Land, und sie nahmen die Gabe der Erleuchter und so ward dieses Volk zahlreich. Und als es mächtig genug war, so befahlen die Erleuchter:
Nehmet eure Waffen, auf dass wir unsere Nachbarn überfallen und ihre Güter und ihr Land nehmen.
Und das Volk überfiel die Nachbarländer und ermordete alle, die die Gabe der Erleuchter nicht annahmen.
Und da erhoben sich in den Reihen der alten Mächte einige, die die Erleuchter zurückschlagen wollten, doch die Vertreter sprachen, dieses sei nicht im Sinne der Gnade und der Zorn der Erleuchter werde sich legen.
Und sie befahlen ihnen auszuharren und nichts zu unternehmen. Und tausende starben und niemand unternahm etwas.
Da erhoben sich einige erneut und wollten den Erleuchtern Einhalt gebieten.
Doch so sprachen die anderen: Rache ist nicht der rechte Weg, darum unternehmt nichts, denn diese Welt hat genug Tod und Krieg gesehen.
Und als sie sich nicht daran hielten, da fingen sie sie und sperrten sie ein, auf dass sie, wenn sie nicht freiwillig warten wollten, es unter Zwang täten.
Doch da erhoben sich die Erleuchter und überfielen die alten Mächte, und die alten Mächte, die ihren Feind unterschätzt hatten, wurden von ihm geschlagen und vernichtet.
Und die Erleuchter besetzten die gesamte Welt und stahlen den Willen des Volkes.
So zogen ihre Armeen dahin und besetzten die Welt, von Norden nach Süden, von Westen nach Osten und niemand konnte sich ihnen widersetzen. Wer es dennoch versuchte, dessen Blut wurde vergossen und sein Leib wurde mit Feuer verzehrt, auf dass keine Erinnerung von ihm bliebe.
Und begab es sich, dass einige ihrer Schreckensherrschaft entkamen, und sie siedelten in den vom Krieg zerstörten Ruinen, an den Rändern der Städte, am Rand der Zivilisation. Und das Elend war groß in diesen Siedlungen, denn bald hielten Krankheit, Hunder und Tod Einzug. Doch es herrschte Freiheit und sie wurden nicht versklavt von der falschen Glücksseligkeit der Erleuchter.
Aber das Volk jammerte aufgrund seines großen Leidens und wusste keinen Ausweg. Und unter ihnen waren Handwerker wie Gelehrte, Soldaten wie Ärzte, Junge wie Alte. Doch in ihrem großen Leid waren sie alle gleich. So suchten viele von ihnen Linderung und neue Hoffnung in den alten, verschmähten und fast vergessenen Religionen. Und sie baten um Vergebung und um Nachsicht und sie wurden für würdig befunden durch das Thryal. Und so ward ihnen ein Prophet gegeben, ein Erlöser.
Band II: Revolte
- aus: Der Pfad des Propheten
Und er versammelte das Volk um sich und sprach: "Zu lange habt ihr euch nun vertreiben lassen, großes Leid wurde euch angetan. Zu Sklaven hat man euch, die einst freien Völker gemacht. Eure Ehre wurde auf dem Marktplatz der Eitelkeiten verschachert. Ich sage, ihr habt genug gelitten, erhebt euch, erwachet. Es ist die Zeit gekommen zu Handeln, denn euch ist vergeben, ich sehe Hoffnung am Horizont. Erweiset euch als würdig.
Aber dennoch begegneten ihm manche mit Ablehung und so spotteten sie "Herr General, wo ist eure Armee? Habt ihr sie verloren, wo ihr euren Verstand verloren habt?"
Doch der Prophet antwortete: "Verstehet, oder verstehet nicht, befreit euch oder befreit euch nicht, erhebt euch, oder bleibt Sklaven bis zum Ende eures armseeligen Daseins."
Da sprachen die Spotter bei sich "Dies ist ein Fanatiker, einer von jenen die schon einmal Unheil über uns gebracht haben, so lasst uns ihn in der Nacht, wenn es dunkel ist erschlagen." Und sie beschlossen es und bewaffneten sich und als der Morgen schon fast graute, da nahmen sie ihre Waffen auf, den Propheten zu vernichten. Aber zu viele hatte er überzeugt, Heiden wie Gläubige, als dass ein solch niederträchtiges Vorgehen hätte mit Erfolg belohnt werden können. Denn als sie sich anschickten, den Propheten zu erschlagen, da wurden sie erwartet, denn alles was sie taten, war vorhergesehen worden und sie wurden gefasst und ihrer gerechten Strafe zugeführt. Und so soll es all jenen ergehen, die das Schwert gegen den Propheten erheben, denn es ist der Wille des Allmächtigen dieses Volk zu erretten.
Band III: Das Attentat
- aus: Der Pfad des Propheten
Und der Prophet pflanzte die Banner des Thryals auf, und die Thryalsarmee folgte ihm in den Kampf. Und doch konnten sie dem Feind am Anfang nur mit kleinen Nadelstichen Schaden zufügen und sich dann zurückziehen, in der Hoffnung, dass die Erleuchter die Nadel im Heuhaufen nicht finden würden.
Aber sie wurden mächtiger und die Thryalsarmee wurde zahlreicher. Und die Zahl ihrer Verbündeten wuchs.
Doch 40 Jahre vergingen und der Krieg war nicht entschieden. Da gab der Prophet einen Befehl, da nahmen die Todesschwadronen ihre Waffen auf, weihten sie dem Thryal und der Prophet schickte sie schweren Herzens in den sicheren Tod.
Aber das Thryal war mit ihnen, und so wurde ihrer Mission Erfolg beschieden. Denn wie durch ein Wunder durchbrachen sie die feindlichen Reihen, und streckten den Obersten der Erleuchter mit gezielten Schüssen nieder.
Und die Erleuchter wurden uneins, und war dies nicht das Ende des Krieges, so war es doch die Entscheidung.
Doch der Orden sollte seinen wohlverdienten Sieg nicht genießen können, denn nur ein Jahr nach Crawens Tod folgte der große Verrat.
Denn die einstigen Verbündeten offenbarten ihre Unehrenhaftigkeit, Treulosigkeit und Verdorbenheit. Und sie fielen der Thryalsarmee in den Rücken und rotteten sie aus. Und wer zu ihnen stand, der wurde ebenfalls bestraft.
Aber Unrecht gedeiht schlecht, denn ein neuer Krieg folgte, größer als jeder Krieg zuvor.
Und Thryalisten kämpften auf beiden Seiten, die die sich der neuen Situation beugten auf der einen Seite, die Fanatiker als Söldner für die andere Fraktion.
Band IV: Der Aufbruch - Chronik des Exodus
- Der Historiker, nach alten Überlieferungen
Als in jenen alten Tagen Krieg und Zwist die Menschen entzweiten, und der Krieg tobte und das Verderben herrschte, da fielen die Herzen der Menschen ab von den Religionen, denen sie vorher angehört hatten. Denn das Leid war groß, und es schien keine Hoffnung zu geben.
Doch wenige behielten Hoffnung und Glauben, und sie sollten mit Gottes Hilfe ein gewaltiges Werk vollbringen, um der Vernichtung Einhalt zu gebieten. Und so bauten sie riesige Schiffe, um sich und die ihren zu retten, und sie bestiegen die Schiffe, zusammen mit vielerlei Schriften und alten Werken, die sie geschworen hatten zu bewahren. Und wo sie versammelt waren, da ertönten vielerlei verschiedene Sprachen, und es gab vielerei Worte für den Höchsten, denn sie kamen aus allen Winkeln der Welt.
Doch so gewaltig war das Werk, dass auch die Ungläubigen, die den Glauben verloren hatten, zur Hilfe kamen, und auch sie bestiegen die Schiffe.
So wurde ein Bund geschlossen zwischen Gläubigen und Ungläubigen, denn es war so notwendig, und sie konnten aufeinander bauen. Aufsteigen wollten sie auf der Suche nach neuen Himmeln und Erden, die sie Heim nennen konnten, doch niemals wollten sie den Ursprung vergessen, der sie einte. Und auch die Religionen, die die Menschen getrennt hatten, schlossen sich zusammen, um ihre heilige Pflicht nunmehr gemeinsam zu vollbringen.
So begann dann der Exodus der Menschheit aus ihrer angestammten Heimat, und sie irrten viele Jahre lang umher. Doch als sie auf ihrem vorherbestimmten Weg eingetroffen waren auf neuen Böden, so hatten sie sich verstreut, und lange wurde es still zwischen ihnen.
Die neuen Erden waren fruchtbar, reiche Ernte war der Lohn für die Mühen und Entbehrungen während des Exodus, und die Gläubigen waren zufrieden und dankten ihrem Gott, doch doch Heiden taten solches nicht, sondern rechneten es sich selbst zu. Und es dauerte nicht lange, da fielen die meisten ab vom Glauben, der sie gerettet hatte, und dienten dem schnöden Mammon und der Gier.
Nur wenige bewahrten das Wort des vereinigten Gottes in ihren Herzen, und die alten Schriften und Artefakte hüteten sie wie ihre Augäpfel, um ihre Wurzeln zum heiligen Boden zu bewahren.
Als die Zeit verging, lief unter den Glaubensbrüdern ein schreckliches Gerücht um, dass ihr heiliger, angestammter und verlassener Boden von einer Geißel des Böses vernichtet sei, als Strafe für die Verfehlungen der Menschen.
So wussten sie, dass auch ihre neue Heimat nicht verschont bleiben würde, sollte der Sünde nicht Einhalt geboten werden.
Und der Prophet erhob seine Stimme und sprach zu den Wenigen, und er sprach zu den Vielen, und er sprach zu Gott. Doch nur wenig konnten Worte richten, was die Zeit und die sündige Natur verdorben hatte. Und so spotteten gar viele, oder sie warfen mit Steinen wider dem Boten Gottes.
So verfiel dieser einem heiligen Zorn, und unter den treusten seiner Anhänger suchte er seine Jünger, und er nannte sie die AMET OWS-TIUS in der alten Sprache.
Und diese Jünger sollten umziehen, zu belehren die Unwissenden, zu bekehren die Störrischen, zu läutern aber jene, die dem wahren Glauben entgegentraten.
Doch dann sprach der Allmächtige zu ihm, und der Prophet wiederholte seine Worte:
| Zitat: |
Einst ward ein Bund geschlossen zwischen den Menschen, zwischen jenen, die glauben und jenen, die ihr Heil in der Vernunft suchen, und dieser Bund gilt noch heute. Und so sollt auch ihr diesen Bund achten und nicht bekämpfen die Unwissenden, oder jene, die euren Glauben nicht teilen. Doch wer sich dem uralten Gesetz, welches auch das Göttliche ist, widersetzt, wer seine Ehre auf dem Marktplatz verschachert, wer hochmütig und respektlos anderen gegenüber ist, den sollt ihr richten, und so soll es sein in Ewigkeit.
Eod. |
Band V: Zweifler
- neuere Geschichtsschreibung
Und nach der Schlacht trafen sich die Anführer der Ordensritter und der Heiden und der Anführer der Heiden sprach recht beredsam. Er sprach von Frieden und Gnade und zeichnete ein Hoffnungsvolles Bild von der Zukunft. Und auch wenn der Ordensritter wusste, dass der Heide scheitern würde so dachte er doch bei sich:
Wer sind wir dass gerade wir den Traum dieser Menschen zerstören, haben sie denn nicht Recht mit ihren Worten? Verdienen nicht manche auch Gnade?
Und er ging in sich und sprach mit einem Gesandten Thryals. Und den Heiden sollte Gnade gewährt werden. Denn der Gesandte sprach:
Gehe dahin und schließe Frieden mit den Heiden, doch finde 3 Rechtschaffende in ihren Reihen, denn diese sollen wachen über die Tugend in ihren Reihen.
Da suchte er nach 3 Rechtschaffenden, doch ehe er es wusste ging er zum Hause des Anführers der Heiden, doch er fand es leer vor und so musste er unverrichteter Dinge zurück kehren.
Als er Tage später einen der Heiden traf, da fragte er ihn, ob ihm denn der Sinn nach Häresie stehe. Da beschloss er den Heiden zu testen und siehe da, der Heide gab sich der Nekromantie hin. Als darauf noch bekannt wurde, dass einer derer die der Ordensritter für gerecht gehalten hatte sich der Wegelagerei schuldig gemacht hatte, da sprach er aus was er dachte:
Sollen Gerechtigkeit und Gnade im Einklang stehen, so darf die Gnade nicht gewährt werden, sondern muss verdient werden. Der Gesandte des Thryals wusste was geschehen würde und er hat Gnade gewährt, auf seine Weise. |
|